Tino Chrupalla entlarvt sich und seine AfD selbst

Tino Chrupalla hat sich bei Markus Lanz selbst entlarvt. In der Sendung traf er auf einen russischen Dissidenten, der mehrere Jahre in Putins Gefängnissen saß. Chrupalla sagte sinngemäß, „er habe nichts gegen Putin, weil dieser ihm persönlich nichts getan habe„. Ein Satz, der zeigt, wie oberflächlich die AfD in dieser Frage argumentiert. Der Dissident reagierte ruhig, aber klar. Er legte die Fakten der letzten Jahre auf den Tisch, schilderte seine Erfahrungen und zeigte damit, wie absurd diese persönliche Wohlfühl-Logik der AfD ist.

Die Realität ist einfach: Teile der AfD verharmlosen russische Kriegsverbrechen, stellen die Selbstverteidigung der Ukraine infrage und übernehmen Narrative, die exakt so aus russischen Staatsmedien kommen. Das ist kein Zufall und keiner persönlichen Meinungsbildung geschuldet, sondern ein Muster. Wer diese Rhetorik verfolgt, erkennt schnell, wie sehr die AfD auf vorgekaute populistische Schlagworte setzt, die sich gut teilen lassen, aber nichts mit Fakten zu tun haben. Die Wahrheit steht eben nicht auf Telegram oder in russischen Staatsmedien – auch wenn gefühlt jeder in der Öffentlichkeit stehende AfD Politiker und Sympathisant solche, über „alternative Kanäle“, verteilten Falschinformationen ungeprüft und ungefiltert weitergibt.

Wer AfD wählt, wählt keine harte Wahrheit und keinen frischen Blick auf Politik, sondern eine Mischung aus vereinfachten Botschaften, Halbwahrheiten und manipulativen Positionen, die perfekt für Empörung gebaut sind. Das Gespräch bei Lanz hat das unfreiwillig deutlich gemacht: Ein Mann, der Putins System selbst erlebt hat, traf auf einen Politiker, der es lieber ignoriert und russische Narrative ungefiltert übernimmt. Und genau da liegt das Problem.

Hier das Video: