Komplettsanierung der Eiderbrücke Tönning ab 2027: Massive Verkehrsbehinderungen erwartet

Im Jahr 2027 beginnt die umfassende Sanierung der 57 Jahre alten Eiderbrücke in Tönning – ein dringend notwendiges Infrastrukturprojekt, das jedoch weitreichende Auswirkungen auf den regionalen Verkehr mit sich bringen wird. Die Maßnahme fällt in eine Phase, in der bereits der aufwendige Ausbau der Bundesstraße 5 (B5) zwischen Tönning und der sogenannten Jans-Kure auf dem Gemeindegebiet Oldenswort seit über zwei Jahren läuft. Mit Beginn der Brückensanierung kommen nun weitere gravierende Einschränkungen hinzu.

Die geplante Komplettsanierung wird mindestens 10 bis 12 Monate eine vollständige Sperrung der Eiderbrücke notwendig machen. In der darauffolgenden Bauphase wird die Brücke voraussichtlich weitere drei bis vier Jahre lediglich einspurig befahrbar sein. Damit gehen die zu erwartenden Verkehrseinschränkungen weit über das aktuelle Maß hinaus und stellen die Region vor große Herausforderungen.

Insbesondere die Halbinsel Eiderstedt mit den Gemeinden Tönning und Witzwort sowie die dort ansässige Meierei – der größte Trinkmilchhersteller Deutschlands – werden massiv betroffen sein. Die logistische Anbindung dieser bedeutenden Wirtschaftsregion wird in Teilen auf den Stand vor 1972 zurückgeworfen, als der gesamte Verkehr der B5 über die Eiderbrücke bei Friedrichstadt geführt wurde.

Dr. Perry Lange, Abgeordneter der SPD-Kreistagsfraktion für Friedrichstadt, sieht schon jetzt dringenden Handlungsbedarf: Die bevorstehende Sanierung der Eiderbrücke macht eines unmissverständlich klar: Der Handlungsbedarf ist nicht erst mit Baubeginn im Jahr 2027 gegeben – er besteht bereits jetzt und ist akut. Schon heute stößt die Verkehrsinfrastruktur in der Region an ihre Belastungsgrenzen. Die drohende Vollsperrung der Brücke sowie die anschließende jahrelange Einspurigkeit werden die Situation dramatisch verschärfen.

Besonders stark betroffen wird Friedrichstadt sein. Die historische Stadt wird voraussichtlich wieder zur zentralen Ausweichroute für den gesamten B5-Verkehr, wie zuletzt in den 1960er Jahren. Das Verkehrsaufkommen wird massiv zunehmen – mit erheblichen Folgen für Anwohner, Gewerbe und Infrastruktur.

Es ist daher zwingend erforderlich, schon jetzt belastbare Umleitungsstrecken zu planen und wirkungsvolle Verkehrsführungskonzepte zu entwickeln, um einen regionalen Verkehrsinfarkt zu verhindern. Ohne frühzeitige und entschlossene Maßnahmen drohen nicht nur enorme wirtschaftliche Schäden, sondern auch ein gravierender Verlust an Lebensqualität. Eine enge und proaktive Koordination zwischen Landesbehörden, Kommunen, der Wirtschaft und der betroffenen Bevölkerung ist unabdingbar – nicht erst 2027, sondern sofort. Dafür setzten wir uns als SPD Friedrichstadt mit voller Kraft ein – damit unsere Region nicht nur lebenswert, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich bleibt.